27. Juli 2010
Krieg in Afghanistan/Wikileaks und die Geheimdokumente
„Krieg ist Frieden„-George Orwell 1984
@Ramon Schack
Vor rund 21 Jahren, am 15. Februar 1989, vollzog sich der sowjetische Rückzug aus Afghanistan.
10 Jahre zuvor, als die UdSSR noch eine Supermacht war, begann die Invasion der “ruhmreichen Roten Armee” im südlichen Nachbarland.
Eine Dekade später lag das kommunistische Weltreich, welches Helmut Schmidt einmal als Oberwolta mit Atomwaffen, also als eine Nuklearmacht auf Drittwelt-Niveau, tiuliert hatte, im Todeskampf. Es hatten sich Risse im Roten Imperium gebildet.
Nach zehnjähriger Okkupation -durch 130 00 Sowjetsoldaten- mitsamt einem Aufgebot von Hunderten, vielleicht Tausenden von Panzern ,waren sie dem Zermürbungskrieg der Mudschahidin erlegen.
In Moskau hoffte man damals , einem Übergreifen des islamischen Flächenbrandes auf das eigene Territorium, bzw. auf die eigenen muslimischen Ethnien , durch diesen Rückzug, entgegenwirken zu können.
Das Gegenteil war der Fall. Vom Nordkaukasus bis nach Zentralasien kam es,trotz jahrzehntelanger atheistischer Indoktrination und kommunistischer Propaganda, zu einer “Wiedergeburt des Islams”, die den Niedergang des “Gottlosen” Imperiums beschleunigte.
Die muslimischen Völker -des zerfallenen Eurasischen Riesenreiches- betrachteten die “Höllenfahrt” ihrer entmachteten kommunistischen Kolonialherren mit Verwunderung und fassungslosem Staunen. In das hinterbliebene ideologische Vakuum und die katastrophalen ökonomischen und ökologischen Hinterlassenschaften des Sowjetsozialismus, fielen die Koranverse, demzufolge Allah den Geduldigen, den Standhaften , beisteht, auf einen fruchtbaren Boden.
Die sowjetische Soldateska hinterließ ein zerstörtes Afghanistan und kehrte in eine Heimat zurück, die gerade dabei war zugrunde zu gehen.
15.ooo sowjetische Soldaten blieben auf den Schlachtfeldern zurück, mehr als 1, 5 Millionen Afghanen waren ums Leben gekommen.
Einige Monate später sollten die kommunistischen Marionetten-Regime in Mitteleuropa, von Warschau bis Sofia, stürzen, beziehungsweise die Mauer in Berlin fallen. 1991 kam es dann zur Auflösung der Sowjetunion selbst.
1996, nach der Einnahme Kabuls durch die Steinzeit-Islamisten der Taleban, fiel Nadschibulla, der sowjetische Stadthalter in Kabul, auch als Stalin von Afghanistan bekannt, einer blutigen Abrechnung zum Opfer. Wie ein Stück Vieh ließen ihn die Taleban durch die Straßen von Kabul schleifen.
Ein böses Omen für Hamid Karzai, den Stadthalter Washingtons in Kabul.

Von den Amerikanern verlassen, würde der aktuelle Präsident, dessen Macht ja nicht über den Zaun seines Palastes reicht, nicht einmal drei Tage überleben.
Die sunnitischen Steinzeit-Islamisten der Taleban übernahmen die Macht in Afghanistan.
Nur Sha Massud , der wahre Vater Afghanistans, hielt ihnen, bis zu seiner Ermordung durch die Schergen Bin Ladens, tapfer stand. Sha Massud starb 2 Tage vor dem 11. September 2001. http://ramonschack.wordpress.com/2007/09/09/er-starb-2-tage-vor-911-achmed-shah-massoud-der-wahre-vater-afghanistans/
“Den Friedhof der Imperien” nennt man Afghanistan schon seit den Tagen Alexander des Großen. Afghanistan zu erobern ist leicht, es zu beherrschen ist unmöglich.
Diese Weisheit hat der Westen seit 2002 konsequent ignoriert.
Dabei hätten es gerade die Briten besser wissen sollen, vor ihrem Engagement in der Provinz Helmand, daß man keinen Krieg in Afghanistan gewinnt.
Gewiß, das Desaster von 1842, als die aus Kabul ausbrechende Garnision Ihrer Majestät mitsamt Familien und Hilfskräften in den Schluchten des Hindukusch durch Stammesangehörige massakriert wurde, gehört einer anderen Epoche an. Aber wie heiß es doch so treffend.”Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht begreifen und die Zukunft nicht meistern ”
Das damalige Ereignis war immerhin so sensationell, daß Theodor Fontane dem einzigen Überlebenden, einem Militärarzt, der bis Jalalabad gelangte, eine Ballade widmete:”Mit Dreizehntausend der Zug begann; einer kam heim aus Afghanistan”
Bei ihren Expeditionen dürften den Soldaten der Bundeswehr die Vielzahl der zerstörten sowjetischen Tanks -im Norden Afghanistans- aufgefallen sein.
Dieses ausgebrannte Kriegsgerät, eines Imperiums, vor dem vor 20 Jahren die Welt noch erzitterte, beziehungsweise dessen Ideologie ein Fünftel der Menschheit-von Ost-Berlin-bis Pyönyang-beherrschte, ist dort wie eine historische Mahnung anzusehen.
Bitte den Link anklicken:http://www.youtube.com/watch?v=iHAuTKkeF7E&feature=related
Als eine Mahnung für das Scheitern von Supermächten, in der rauhen Gebirgslandschaft von Afghanistan .
Die Geheimdokumente,die die Internetplattform Wikileaks dem Spiegel, der New York Times und dem britischen Guardian schon vor einigen Wochen zur Verfügung gestellt hat und die nun im Internet zugänglich sind, sollen aus US-Militärdatenbanken stammen und beschreiben ein düsteres Szenario: Nichts als fast die Wahrheit, wahrscheinlich ist deshalb, in unserem Zeitalter der medialen Desinformation, die Aufregung so groß: http://www.fr-online.de/politik/nichts-als-fast-die-wahrheit/-/1472596/4508186/-/index.html
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