Ramon Schack

Diplom-Politologe, Journalist und Publizist

27. April 2010

Griechenland-Hilfe:Merkel schwenkt um

 

                                                                  @Ramon Schack

Angela Merkels Strategie ist gescheitert.. 

In den letzten Monaten verhandelte die Bundeskanzlerin intensiv auf europäischer Ebene über die Hilfe für Griechenland und versicherte gleichzeitig zu Hause, zu dieser Rettungsaktion werde es wohl nie kommen.

Angela Merkel, diese mecklenburgische Pfarrerstochter, wahrscheinlich eine der mächtigsten Frauen der Welt, ist für uneingenommene Beobachter schwer einzuschätzen. Der Verdacht kommt auf, die raffinierte Taktik des Machterhaltes ersticke jeden Anflug gestalterischer Vision. Die trüben Erfahrungen, der intellektuelle Mief, mit denen sie im „Deutschen Arbeiter-und Bauernstaat“ aufwuchs, mögen bei ihr eine solche Allergie hinterlassen haben, daß sie allzu gutgläubig den Ritualen des parlamentarischen Demokratismus erlag.

Als “Madame Non!” wurde Merkel beim letzten EU-Gipfel geschmäht.

Eine schnelle Hilfe für das krisengebeutelte Griechenland sei mit den Deutschen nicht zu machen, hatte die CDU-Chefin die anderen Regierungschefs im Euro-Club wissen lassen. Diese markigen Worte kamen in Deutschland an,auf europäischer Ebene hagelte es hingegen Kritik ,warf man den Deutschen vor, sich unsolidarisch zu verhalten.

Dabei hatte die Kanzlerin hinter -vorgehaltener Hand-niemals eine Griechenland-Hilfe kategorisch abgelehnt.Angesichts des  bevorstehenden Urnenganges in NRW, plädierte Merkel  allerdingsdafür, eine Entscheidung erst nach der Landtagswahl zu fällen. 

Angesichts der Dramatik, der drohenden Ausweitung der Krise auf andere Euro-Staaten, ist die Kanzlerin jetzt umgeschwenkt:

 „Deutschland wird helfen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind“, stellte Merkel klar.

Allerdings ist noch längst nicht klar, wer in Deutschland dafür bezahlen wird. Lesebefehl: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rettungsdebatte-auch-deutsche-banken-sollen-fuer-griechen-hilfe-bluten;2569476

26. April 2010

Österreich:Vernichtende Niederlage für Barbara Rosenkranz

 

                       @Ramon Schack

Bei den Wahlen zum Bundespräsidenten im zweiten deutschen Staat, in Österreich, wurde der Amtsinhaber Fischer im Amt bestätigt.

Für die Kandidatin der rechtspopulistischen FPÖ, die klerikalfaschistin Barbara Rosenkranz, wurde dieser Urnengang zu einer vernichtenden Niederlage.

Lesebefehl: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~ED8F9909968BD41F6A8C3F68B6739314C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

22. April 2010

Wahlen in Großbritannien: Die Stunde der Liberaldemokraten

                                                            @Ramon Schack

Als ich zu Beginn des Jahrtausends nach London zog, herrschte dort nahezu Vollbeschäftigung. “Britain is booming”/Cool Britannica” und “The world is moving to London” , lauteten die damaligen Schlagzeilen.   

London UK von Ihnen.

Aus allen Ecken Europas, aus allen Winkeln des Erdballs, zog es damals die Ehrgeizigen und Talentierten in die britische Hauptstadt.

London UK.Brick Lane von Ihnen.

Die Masseneinwanderung, der jungen Mittel-und Osteuropäer, überwiegend Polen und Litauer, erlebte ich damals noch kurz vor meiner Abreise.

Die frühen Auswirkungen, jener großen Transeuropäischen Migration, habe ich damals in einem  Artikel beschrieben. 

http://www.welt.de/print-welt/article196709/Die_Erweiterung_hat_Grossbritannien_300_000_neue_Arbeitskraefte_gebracht.html

London war damals die anregendste von allen Städten der Welt. Es war, als wohne man in einer Glühbirne.

Inzwischen  sind die  Auswirkungen der jüngsten Weltwirtschaftskrise  in Großbritannien deutlich spürbar.

Die Arbeitslosigkeit hat ihren höchsten Stand seit 16 Jahren erreicht. Angesichts dieser ökonomischen Verwerfungen, steht das Vereinigte Königreich vor politischen Umwälzungen.

In dem traditionellem Zweiparteiensystem, flankiert von einem ehernen Mehrheitswahlrecht, erleben die ewigen politischen Außenseiter-die Liberaldemokraten, welche nur sehr bedingt mit der deutschen FDP zu vergleichen sind, einen historischen Höheflug.http://www.handelsblatt.com/politik/international/wahl-ein-aussenseiter-begeistert-die-briten;2565588;0

16. April 2010

Sonderausgabe:Afghanistan-der Friedhof der Imperien

 

                                         @Ramon Schack

Vor rund  21 Jahren, am 15. Februar 1989, vollzog sich der sowjetische Rückzug aus Afghanistan. 

10 Jahre zuvor, als die UdSSR noch eine Supermacht war, begann die Invasion der “ruhmreichen Roten Armee” im südlichen Nachbarland.

Eine Dekade später lag das kommunistische Weltreich, welches Helmut Schmidt einmal als Oberwolta mit Atomwaffen, also als eine Nuklearmacht auf Drittwelt-Niveau, tiuliert hatte, im Todeskampf. Es hatten sich Risse im Roten Imperium gebildet.

Nach zehnjähriger Okkupation -durch 130 00 Sowjetsoldaten- mitsamt einem Aufgebot von Hunderten, vielleicht Tausenden von Panzern ,waren sie dem Zermürbungskrieg der Mudschahidin erlegen.   

In Moskau hoffte man damals , einem Übergreifen des islamischen Flächenbrandes auf das eigene Territorium, bzw. auf die eigenen muslimischen Ethnien , durch diesen Rückzug, entgegenwirken zu können.

Das Gegenteil war der Fall. Vom Nordkaukasus bis nach Zentralasien kam es,trotz jahrzehntelanger atheistischer Indoktrination und kommunistischer Propaganda, zu einer “Wiedergeburt des Islams”, die den Niedergang des “Gottlosen” Imperiums  beschleunigte.

Die muslimischen Völker -des zerfallenen Eurasischen Riesenreiches- betrachteten die “Höllenfahrt” ihrer entmachteten kommunistischen Kolonialherren mit Verwunderung und fassungslosem Staunen. In das  hinterbliebene ideologische Vakuum und die katastrophalen ökonomischen und ökologischen Hinterlassenschaften des Sowjetsozialismus,  fielen die Koranverse, demzufolge Allah den Geduldigen, den Standhaften , beisteht, auf einen fruchtbaren Boden.

Die sowjetische Soldateska hinterließ ein zerstörtes Afghanistan und kehrte in eine Heimat zurück, die gerade dabei war zugrunde zu gehen.

15.ooo sowjetische Soldaten blieben auf den Schlachtfeldern zurück, mehr als 1, 5 Millionen Afghanen waren ums Leben gekommen. 

Einige Monate später sollten die kommunistischen Marionetten-Regime in Mitteleuropa, von Warschau bis Sofia, stürzen, beziehungsweise die Mauer in Berlin fallen. 1991 kam es dann zur Auflösung der Sowjetunion selbst.

1996, nach der Einnahme Kabuls durch die Steinzeit-Islamisten der Taleban, fiel Nadschibulla, der sowjetische Stadthalter in Kabul, auch als Stalin von Afghanistan bekannt, einer blutigen Abrechnung  zum Opfer.  Wie ein Stück Vieh ließen ihn die Taleban durch die Straßen von Kabul schleifen.

 

Ein  böses Omen für Hamid Karzai, den Stadthalter Washingtons in Kabul.

Von den Amerikanern verlassen, würde der aktuelle Präsident, dessen Macht ja nicht über den Zaun seines Palastes reicht, nicht einmal drei Tage überleben.  

Die sunnitischen Steinzeit-Islamisten der Taleban übernahmen die Macht in Afghanistan.

Nur Sha Massud , der wahre Vater Afghanistans, hielt ihnen, bis zu seiner Ermordung durch die Schergen Bin Ladens, tapfer stand. Sha Massud starb 2 Tage vor dem 11. September 2001.   http://ramonschack.wordpress.com/2007/09/09/er-starb-2-tage-vor-911-achmed-shah-massoud-der-wahre-vater-afghanistans/

“Den Friedhof der Imperien” nennt man Afghanistan schon seit den Tagen Alexander des Großen. Afghanistan zu erobern ist leicht, es zu beherrschen ist unmöglich.

Diese Weisheit hat der Westen seit 2002 konsequent ignoriert.

Seltsamerweise hält die Londoner Regierung, die dem Irak fast schon den Rücken gekehrt hat, an ihrem Engagement im Hindukusch fest, speziell in der Provinz Helmand.

Dabei müßten die Briten wissen, daß man keinen Krieg in Afghanistan  gewinnt.

Gewiß, das Desaster von 1842, als die aus Kabul ausbrechende Garnision Ihrer Majestät mitsamt Familien und Hilfskräften in den Schluchten des Hindukusch durch Stammesangehörige massakriert wurde, gehört einer anderen Epoche an. Aber wie heiß es doch so treffend.”Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht begreifen und die Zukunft nicht meistern  ” 

 

Das damalige Ereignis war immerhin so sensationell, daß Theodor Fontane  dem einzigen Überlebenden, einem Militärarzt, der bis Jalalabad gelangte, eine Ballade widmete:”Mit Dreizehntausend der Zug begann; einer kam heim aus Afghanistan”

Bei ihren Expeditionen dürften den Soldaten der Bundeswehr die Vielzahl der zerstörten sowjetischen  Tanks -im Norden Afghanistans- aufgefallen sein.

Dieses ausgebrannte Kriegsgerät, eines Imperiums, vor dem vor 20 Jahren die Welt noch erzitterte, beziehungsweise dessen Ideologie ein Fünftel der Menschheit-von Ost-Berlin-bis Pyönyang-beherrschte, ist dort wie eine historische Mahnung anzusehen.

Bitte den Link anklicken:http://www.youtube.com/watch?v=iHAuTKkeF7E&feature=related

Als eine Mahnung für das Scheitern von Supermächten, in der rauhen Gebirgslandschaft von Afghanistan .

Lesen Sie dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/international/bundeswehr-in-afghanistan-ich-hoffe-berlin-registriert-die-fatale-todesspirale;2562850

15. April 2010

Merkel in Hollywood/Fruchtbares Gespräch mit Arnold Schwarzenegger

 

                      @Ramon Schack

Am 5.Juni 2009, unmittelbar vor seinem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, überraschte US-Präsident Obama, so berichten informierte Kreise, Angela Merkel mit einer Frage die nicht im Gesprächsprotokoll vorgesehen war.

Eine heitere Gesprächssituation sei dadurch nicht entstanden.”Warum Sind Sie gegen einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union?” soll Obama abrupt gefragt haben.

Sicherlich hätte die Kanzlerin gegenüber dem Amtsvorgänger von Obama weniger Schwierigkeiten gehabt, ihre Ablehnung und die der meisten EU-Europäer, in dieser Frage, zu begründen. 

Doch gegenüber dem in Hawaii geborenen, in Indonesien aufgewachsenen Sohn eines afrikanischen Vaters aus Kenia und einer euroamerikanischen Mutter aus Kansas,  fiel es Angela Merkel sicherlich schwer,die kulturelle oder gar ethnische Einzigartigkeit des Abendlandes zu betonen.Auch die Erwähnung , der spektakulären Rückwendung der post-kemalistischen Türkei zum Islam,  wäre in diesem Zusammenhang unangebracht gewesen. 

Diese Szene vor einigen Monaten war Ausdruck der veränderten außenpolitischen Gewichtung der USA, die nicht nur durch die Person des amtierenden Präsidenten verkörpert wird.Obama wird zwangsläufig sein Blickfeld auf den asiatisch-pazifischen Raum seiner Herkunft ausrichten. Die massive hispanische Zuwanderung in den Vereinigten Staaten, die inzwischen den letzten Winkel der Supermacht tangiert, wird die Bindung zu Lateinamerika dramatisch verstärken.

Das ehemalige Credo”Europe First” dem sich -mehr oder weniger- bisher alle US-Präsideten verpflichtet fühlten, ist am verblassen.

Die Bundeskkanzlerin hält sich aktuell an der US-Westküste-in Kalifornien auf. Dieser amerikanische “Traumstaat”, gehörte schon zu den Sehnsuchtszielen der Kanzlerin, als sie noch in der sterbenden und stagnierenden DDR, wie so viele ihrer damaligen Landsleute, angepasst-aber in der inneren Emigration- lebte. 

In Kalifornien, als unabhängiger Staat wäre es eine der größten Volkswirtschaften der Welt, läßt sich die unumkehrbare demographische Verschiebung der westlichen Welt studieren. Dort, an den Gestaden des  Pazifiks, werden die USA immer stärker von ihrer asiatisch-hispanischen Zukunft geprägt. Lesebefehl:http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E9F26D7683FF14E28B523511038C9698A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

12. April 2010

Rechtsruck in Ungarn/Die Metamorphose des Viktor Orban

                                               @Ramon Schack

Als Viktor Orban  die politische Bühne Ungarns betrat, galt er als junges, dynamisches Talent, mit radikalliberaler Grundhaltung.

Damals, in jenem Schicksalsjahr 1989, hatte der junge Mann das morsche, kommunisitsche Regime herausgefordert und sich über Nacht in die Herzen seiner Landsleute, die sich wie die anderen Völker Mittel-und Osteuropas so lange tot gestellt hatten, hinein katapultiert.

An jenem Tag, ließ das marode Regime der Gulaschkommunisten den Volkshelden - den von den Stalinisten ermordeten- Imre Nagy feierlich umbetten, wohl von der Hoffnung getragen, etwas Sympathie bei der Bevölkerung zu erhaschen, angesichts des sich abzeichnenden Völkerfrühlings. Dabei forderte  Orban, vorgetragen in einem leidenschaftlichen Apell, als Sprecher der akademischen Jugend,den sofortigen Abzug aller Sowjettruppen, was damals einer ungeheurlichen Provokation gleichkam, ihm aber einen schlagartigen Heldenstatus einbrachte und eine weltweite Bekanntheit.

Zusammen mit einigen Kommilitonen hatte er 1 Jahr zuvor die liberale ParteiFidesz gegründet, ein Treffpunkt nonkonformistischer Studenten, aus dem Milieu des liberalen Bildungsbürgertums von Budapest.

Viktor Orban ist der große Sieger der gestrigen Parlamentswahlen in Ungarn. Obwohl er selbst, wie auch seine Partei, noch den gleichen Namen trägt, ist er längst nicht mehr der junge, wilde Student, mit libertären Utopien, von damals.

Orban vertritt heute  nationalkonservative  Positionen, zumindest im gesellschaftlichen Bereich. Seine wirtschaftspolitische Agenda kann man als linkspopulistisch bezeichnen,flankiert von einer Sehnsuch nach dem starken Staat.

Das Wahlergebnis, welches die bisherige sozialistische Regierungspartei dezimierte, die liberalen Parteien aus dem Parlament fegte, wird überschattet von dem Erfolg der ultranationalistischen Gruppierung Jobbik, die auf Anhieb drittstärkste Partei wurde.

Lesebefehl:Rechtsruck in Ungarn:http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688374,00.html

Flugzeugabsturz bei Smolenks/Polens Präsident Lech Kaczynski ist tot.

                  Noch ist Polen nicht verloren, solange wir noch leben.
           Was uns fremde Gewalt genommen, holet unser Schwert zurück.

                          Aus der Polnischen Nationalhymne
     

                                                      @Ramon Schack

Im Frühjahr 1940 ermordeten Einheiten des sowjetischen Innenministeriums NKWD in einem Wald bei Katyn mehrere tausend polnische Offiziere. Das Massaker war Teil einer Aktion des NKWD, im Zuge derer auf Befehl  rund 22.000 polnische Staatsangehörige – Offiziere, Polizisten, Intellektuelle und andere Eliten – an verschiedenen Orten in der Sowjetunion,  ermordet wurden. Da das Massengrab bei Katyn lange das einzige bekannte war, wird im Allgemeinen die gesamte Aktion als „Massaker von Katyn“ bezeichnet.

Stalin, der extrem polnophob veranlagt war, wollte damit die polnische Intelligenz eliminieren, das gesellschaftliche Rückrad eines freien Polens.

1943 entdeckte die Wehrmacht das Massaker und wurde zunächst von der NS-Propaganda instrumentalisiert, während die sowjetische Führung unter Stalin das Verbrechen von sich wies und es der Wehrmacht anlastete.

Erst 50 Jahre später, stellte Gorbatschow 1990 klar, dass die Sowjetunion für den Massenmord in Katyn verantwortlich war. Das Verbrechen belastet bis heute das russisch-polnische Verhältnis.

In diesem Geist wuchs Lech Kaczynski auf, wie so viele Polen seiner Generation. Er konnte nur schwer die historischen Folgen für Polen, verursacht durch die Verbrechen von Nazis und Stalinisten, vergessen. Seine Ressentiments gegenüber Deutschland und Russland konnte er niemals überwinden.  

Polens Präsident Lech Aleksander  Kaczynski war auf dem Weg zu der Gedenkveranstaltung-zum 70.Jahrestag- des Massakers von Katyn. Seine Maschine stürzte heute morgen bei Smolenks ab. Mit dem Präsidenten verloren seine Frau, sowie wieder zahlreiche Vertreter der politischen Elite Polens, in der Umgebung Katyns ,ihr Leben. 

Lesebefehl:http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E026747D746FB4D23BC4E7F3871FC06BF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Aufruhr in Kirgistan-Die verblühten Tulpen von Bischkek

 

                     @Ramon Schack

Den vom Westen unterstützen Machtwechseln und Staatsstreichen, auf dem Territorium der  ehemaligen UdSSR, ist keine lange Lebenszeit beschienen.

Sowohl die “Orangene Revolution” in der Ukraine, als auch die “Rosenrevolution” in Georgien, gelten inzwischen als gescheitert. In der Ukraine ist die neue Regierung dabei, die angestrebte NATO-Mitgliedschaft zu annulieren.

Georgien hat sich unter dem hitzköpfigen Präsidenten Saakaschwili, mit dem Krieg um Ossetien, selbst ins Abseits manövriert. Von einer EU oder NATO-Mitgliedschaft dieser uralten kaukasischen Nation, spricht in Brüssel oder Washington niemand mehr.  

Bei genauem Hinsehen haben sich diese vom Westen unterstützten “Demokraten” nicht besser aufgeführt, als ihre Vorgänger, teilweise sogar schlimmer.

Das Ziel, die NATO bis in die unendlichen Weiten Zentralasiens auszudehnen,  an die Grenzen der Volksrepublik China, ist kläglich gescheitert.

In Kirgistan ist seit gestern ein weiteres Scheitern,dieses tollkühnen geostrategischen Projektes, zu beobachten.Präsident Bakijew, der infolge der sogenannten Tulpenrevolution 2005 an die Macht geschwemmt wurde, ist aus der Hauptstadt Bischkek geflüchtet. Ein Großteil der Bevölkerung, wahrscheinlich flankiert von der Unterstützung des russischen Geheimdienstes, hat den angeblich so demokratischen Präsidenten, gestürzt. Lesebefehl: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E03EA8A7A308D4D54A369432F8D7FA316~ATpl~Ecommon~Scontent.html

In Wirklichkeit geht es hier um die gewaltigen Öl-und Gasressourcen Zentralasiens, die von der Quantität her nur von denen der Golfregion übertroffen werden.Das einzige Problem besteht darin, das Öl und Gas aus den Ursprungsländern herauszubefördern. Das “Great Game” hat gerade erst begonnen, unter der Beteiligung der USA, Russlands, des Irans und Chinas.