Ramon Schack

Diplom-Politologe, Journalist und Publizist

Neukölln ist nirgendwo

„Neukölln heute, das ist der aufregendste Ort der Republik.“

Anekdotenreich schildert Schack Menschen und Eindrücke aus Neukölln. Er lässt die Menschen zu Wort kommen; spricht mit ihnen und gibt einen faszinierenden Einblick in ihre Lebenswelt. Unterschiedlicher und facettenreicher als im Berliner Stadtteil Neukölln scheint es nirgendwo sonst zuzugehen. Neukölln befindet sich in raschem Wandel – Vielfalt und Gegensätze machen diesen Stadtteil aus.

Schacks Buch „Neukölln ist nirgendwo“ ist ein kurzweiliger Ausflug in diesen so besonderen Berliner Kiez.

24. November 2014

Naher Osten: Europa und die USA setzten auf die falschen Freunde Wie eine deutsche, eine europäische Außenpolitik aussehen sollte:Mein neuer Beitrag auf Deutschlandradio Kultur

“Die inneren Spannungen des Nahen Ostens wurden von der außenpolitischen Agenda des Westens verschärft, dabei hat auch der Westen ein Interesse an einer stabilen Region.Es ist an der Zeit für eine andere Außenpolitik, meint der Publizist Ramon Schack.”http://www.deutschlandradiokultur.de/naher-osten-europa-und…

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Mein letztes Interview mit Peter Scholl-Latour

@Ramon Schack
Am 18.Juni 2014, der Tag meines 43.Geburtstages, besuchte ich Peter Scholl-Latour in seiner Wohnung.
Am Abend zuvor hatten wir uns telefonisch verabredet, zu einem Interview-Termin, wie so häufig in den letzten Jahren.
Zu Beginn unseres Gespräches ging es um meine Südkaukasus-Reise, die erst einige Tage zurück lag.
Peter Scholl-Latour lauschte interessiert meinen Impressionen über diese Region, die er natürlich viel besser kannte, als ich selbst.
Nach dem Interview unterhielten wir uns wie gewöhnlich über Gott und die Welt, über die brennenden Probleme unserer Epoche.
Angesichts meiner bevorstehenden Reise in die Mongolei, gab er mir noch einige wertvolle Informationen und erstellte mir einne Kontakt zu einem seiner besten Freunde UdoHaase ,dem Bürgermeister von Schönefeld, einem der führenden Mongolei-Experten unserer Republik.
An diesem heiteren Sommer-Tag deutete nichts darauf hin, dass es meine letzte Begegnung mit Peter Scholl-Latour war.
Trotz seines hohen Alters, wirkte er gesund und physisch auf dem Höhepunkt.
Ein Teil des Interviews wurde schon längst veröffentlicht.
In dem ihm noch verbleibenden 2 Monaten seines Lebens, schloss er die Arbeiten an seinem letzten Buch ab”Der Fluch der bösen Tat”.
Den übrigen Part, indem sich Peter Scholl-Latour zum ersten Mal über seine familliären Hintergründe,die Besonderheiten seiner Biographie, gegenüber einem Journalisten äußerte, habe ich jetzt posthum im Orient-Magazin Zenith publiziert.
Auch aufgrund unseriöser Schmierereien, die gelegentlich in Zeitungen zu finden sind, gegen die er sich nicht mehr wehren kann.
Unter Anderem berichtete PSL von seinem Onkel Robert Nußbaum, ein seinerzeit berühmter Arzt und Wohltäter, der von den Nazis ermordet wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Nu%C3%9Fbaum

“Mein Onkel wurde Opfer einer Intrige, was angesichts der damaligen antisemitischen Gesetzgebung verheerende Folgen für ihn hatte. Ich war damals noch Internatsschüler in der Schweiz, wohin meine Eltern mich geschickt hatten, um nicht den politischen Verhältnissen in Deutschland ausgesetzt zu sein oder der nationalsozialistischen Politik. 1940 kehrte ich zurück. In dieser Zeit lag die wohlbehütete Welt meiner Kindheit schon in Trümmern. Meine Eltern hatten sich zum Schein scheiden lassen, weil mein Vater sonst nicht mehr als Arzt hätte praktizieren dürfen, denn meine Mutter galt nach den Nürnberger Gesetzen als Jüdin, da sie aus einer jüdischen Familie stammte, obwohl sie schon viel früher zum Katholizismus konvertiert war. ”
Das ganze Interview könnt Ihr in der neuen Ausgabe von Zenith lesen.
http://www.zenithonline.de/…/wir-alle-leben-doch-in-erwart…/

17. August 2014

Zum Tode von Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour, der große Schriftsteller, Journalist und letzte Chronist unseres Zeitalters, verstarb gestern im Alter von 90 Jahren.

In einem Nachruf für die Tageszeitung die Welt schrieb ich gestern.

“Scholl-Latour unterschied sich vorteilhaft von jenen Kollegen, die ihr fest gefügtes Weltbild nicht durch eigene Recherche vor Ort durcheinanderbringen lassen, dafür aber von Fehlprognose zu Fehlprognose taumeln. Im privaten Gespräch beklagte er häufig die betrübliche Provinzialisierung, die sich durch Globalisierung und Internet in der Medienwelt etabliert hatte.

Gesinnungsjournalismus verachtete er

In unserem digitalen Zeitalter, in der alle alles zu wissen und zu durchschauen glauben, wirkten Scholl-Latours Mahnungen und Warnungen, seine monumentale Gelehrsamkeit, basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung und eigener Anschauung vor Ort, nicht immer zeitgemäß.

Seine größten Kritiker verstummten aber meist, wenn er rückblickend fast immer Recht behielt. Für den heute weit verbreiteten Gesinnungsjournalismus hatte er nur Verachtung übrig, ebenso für den von vielen prominenten Zeitgenossen praktizierten Exhibitionismus.

Peter Scholl-Latour war ein Kosmopolit. Er berichtete aus Algerien, dem Kongo, vor allem immer wieder aus Vietnam, später aus dem Iran, China, sowie den zentralasiatischen Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Im hohen Alter war er immer noch auf Reisen, hielt es nie lange an einem Ort aus.

Vietnam lag ihm besonders am Herzen

Er wechselte von Wohnort zu Wohnort, von Paris nach Berlin, über Bad Godesberg ins südfranzösische Tourettes-sur-Loup, schrieb Bestseller, hielt Vorträge, besuchte die Brennpunkte der Welt, jene Orte und Lebensstationen, von denen er schon seit über einem halben Jahrhundert berichtete.

Er liebte die ganze Welt, besonders aber das Vietnam am Ende der französischen Kolonialherrschaft und den Libanon der 1950er Jahre. Dort lernte er die arabische Sprache und Mentalität, begegnete den Mysterien des Orients. Die Erfahrungen schützten ihn im Laufe seines weiteren Berufslebens vor Illusionen, falschen Vorstellungen und westlichen Projektionen, die so vielen seiner Kollegen unterliefen und unterlaufen.

Über einen Vorgänger von Peter Scholl-Latour, den 1944 verstorbenen Schriftsteller Alfons Paquet, wurde mal gesagt, er sei ein “Mensch des Westens, doch dem Osten verbrüdert, Sohn der Stadt, doch Bürger der Welt, Reporter des Tages, doch Prophet der Ewigkeit, Aristokrat des Wortes, doch Demokrat der Überzeugung.”

DER VERMESSER DER WELT-MEIN NACHRUF AUF PETER-SCHOLL-LATOUR
http://www.welt.de/kultur/medien/article131293312/Der-Vermesser-der-Welt.html

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7. Juli 2014

“Der Irak wird zerbrechen”/Mein Interview mit dem ehemaligen CIA-Agenten Robert Baer

@Ramon Schack

Die Bücher des ehemaligen CIA-Agenten Robert Baer sorgen in den USA regelmäßig für großes Aufsehen.
Baers Werke “See No Evil” und “Sleeping with the Devil” lieferten die Vorlage für den 2005  fertiggestellten Film Syriana.
http://www.youtube.com/watch?v=uivurwA6k1A
Die Person des Film-Charakters Bob Barnes -gespielt von George Clooney- wurde Robert Baer nachempfunden.

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Mit Robert Baer sprach ich über die Situation im Irak, im Auftrag der österreichischen Tageszeitung”Die Presse”.

Wie auch schon Peter Scholl-Latour, den ich neulich interviewte, geht Robert Baer davon aus”Der Irak wird zebrbrechen”.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3833431/CIAMann_Der-Irak-wird-zerbrechen?from=gl.home_politik

2. Juli 2014

Gesellschaftlicher Wandel – Kein Ende der Geschichte Wie Konflikte und Umwälzungen schöpferische Zerstörung entfalten.Mein neuer Beitrag auf Deutschland-Radio-Kultur

Vor 25 Jahren veröffentlichte der amerikanische Politologe Francis Fukuyama sein Essay mit dem Titel”Das Ende der Geschichte”.

Heute, ein Vierteljahrhundert später, wissen wir es besser-es gibt kein “Ende der Geschichte”.

Ein Blick auf die aktuellen Konflikte in der Welt – Ukraine, Syrien, Irak, oder auch die Schuldenkrise – zeigt vielmehr, dass sich Geschichte immer anders entwickelt, als wir denken.

Ich sprach darüber heute Morgen im Rundfunk, auf Deutschland-Radio-Kultur.http://www.deutschlandradiokultur.de/gesellschaftlicher-wandel-kein-ende-der-geschichte.1005.de.html?dram%3Aarticle_id=290627

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23. Juni 2014

Die Terrorgruppe  ISIS marschiert im Irak auf Bagdad zu. “”Die Aufteilung des Irak ist faktisch so gut wie vollzogen”, sagte mir Peter Scholl-Latour im Interview.

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http://www.heise.de/tp/artikel/42/42035/1.html

20. März 2014

Die Krimkrise und die Versäumnisse des Westens/Mein Beitrag auf Deutschland-Radio-Kultur

@Ramon Schack

Trotz des demokratischen Anstrichs sind weder die Regierung in Kiew noch die EU und die NATO bereit, das Referendum auf der Krim anzuerkennen. Doch die aktuelle Krim-Krise wurde auch durch den Fehler des Westens herbeigeführt.

Warum die NATO ihre Strategie überdenken sollte, darüber sprach ich heute Morgen auf Deutschland-Radio-Kultur.

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http://www.deutschlandradiokultur.de/konflikt-die-krim-krise-und-die-versaeumnisse-des-westens.1005.de.html?dram%3Aarticle_id=280554

9. März 2014

Peter Scholl-Latour wird 90

@Ramon Schack

Peter Scholl-Latour feiert heute seinen 90. Geburtstag.

Ich hatte heute Vormittag die Gelegenheit, dem großen Chronisten unseres Zeitalters in seiner Berliner Wohnung persönlich zu gratulieren.

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Anbei mein heutiges Interview mit Peter Scholl-Latour.

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41168/1.html